WENN DER SOMMER ZUR BELASTUNGSPROBE FÜR DIE YACHTTECHNIK WIRD
Derzeit oft zu beobachten: Touristenmassen bevölkern die Yachthäfen am Mittelmeer und staunen über armdicke Wasserauslässe seitlich an den Yachten, aus denen unablässig Wasser gepumpt wird.
Dann gibt es herrliche Diskussionen: Wassereinbruch, Kühlwasser, ja sogar Abwasser aus der Dusche wird vermutet…
Die Hotspots im Mittelmeer sind derzeit überfüllt. Fast jede moderne Yacht liegt mit laufender Klimaanlage und häufig auch mit einem Wassermacher vor Anker oder im Hafen.
Das hat einen einfachen Grund: Eine Yacht heizt sich in der prallen Sonne extrem schnell auf. Ähnlich wie bei einem Auto sind Innentemperaturen von 60 °C und mehr keine Seltenheit. Besonders moderne Schiffe mit großen Fensterflächen sowie Teak- oder Kunstteakdecks nehmen viel Wärme auf. Eine leistungsfähige Belüftung und Klimatisierung ist deshalb längst kein Luxus mehr, sondern Standard.
Doch oft stellt sich die Frage: Wie groß müssen die Kühlwassereinlässe eigentlich sein?
Eine Klimaanlage mit 18.000 BTU benötigt bei voller Leistung rund 5.000 Liter Meerwasser pro Stunde als Kühlmedium für den Wärmetauscher. Kommt zusätzlich ein Wassermacher hinzu, steigt der Bedarf weiter an. Ein System mit 100 Litern Trinkwasserproduktion pro Stunde benötigt etwa 1.000 Liter Rohwasser pro Stunde – rund 900 Liter davon werden anschließend wieder, etwas wärmer und salziger, ins Meer zurückgeleitet.
Gerade im Mittelmeer, wo das Meerwasser im Sommer häufig 27 °C oder mehr erreicht, werden die Seeventile daher extrem beansprucht. Aus unserer Sicht sind deshalb nichtmetallische Verbundwerkstoff-Seeventile die einzig richtige Wahl. Wir setzen konsequent auf TruDesign, da diese weder korrodieren noch Rostspuren beim Auslass am Rumpf verursachen. Borddurchlässe und Auslässe sollten nicht aus Metall bestehen – insbesondere Edelstahl kann unter ungünstigen Bedingungen durch Spaltkorrosion geschädigt werden.
Übrigens: Ein 1”-Seeventil kann bei etwa 1 m Wassertiefe theoretisch bis zu 8.000 Liter Meerwasser pro Stunde fördern. Ob sich daran mehrere Verbraucher – beispielsweise Klimaanlage und Wassermacher oder mehrere Klimaanlagen – sicher betreiben lassen und wie sich diese mit einem intelligenten Flow Controller optimal kombinieren lassen, erklären wir Ihnen gerne persönlich.
Wir liefern und installieren ausschliesslich Blue-Airco und Schenker Watermakers Anlagen. Gern auch auf Ihrer Yacht. Damit es im nächsten Sommer nicht wieder so heiß an Bord wird und alle Duschen laufen: