tom logisch®

EINE EIGENE SEGELYACHT KOSTET DICH JÄHRLICH 10 % IHRES ANSCHAFFUNGSPREISES

Kann man den Besitz einer Yacht mit Geld aufwiegen?

Kann man den Besitz eines Bootes oder einer Yacht mit Geld aufwiegen oder die Kosten dafür tatsächlich berechnen? Das ist eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird: Sollte ich mir ein Schiff kaufen – wegen A, B oder C?

Ich bin mir sicher, dass sich jeder bei einer größeren Anschaffung irgendwann die Frage stellt, ob sich das Ganze am Ende auch rentiert. Das fängt beim Fahrrad an und hört vielleicht beim Wohnmobil, einem Haus oder eben einer Yacht auf.

Wann kann sich etwas finanziell rentieren?

Richtig rentieren können sich Dinge eigentlich nur dann, wenn sie während ihrer Nutzungsdauer Geld erwirtschaften oder wenn sie beim späteren Verkauf mehr einbringen, als man insgesamt dafür ausgegeben hat. Dann kann man tatsächlich von einer Rendite sprechen.

Bei einer Yacht ist das nun weiß Gott nicht der Fall. Sie wird in aller Regel immer mehr kosten, als die Summe, die sie am Ende beim Verkauf wieder einbringt. Wer also ausschließlich unter diesem Gesichtspunkt an einen Yachtbesitz herangeht, hat das Thema eigentlich von Anfang an verfehlt.

Aber natürlich kann man die ganze Sache so betrachten und auch so hinrechnen, dass sich der Besitz einer Yacht für einen persönlich trotzdem lohnt. Und genau das hängt sehr stark von der eigenen Situation ab.

Die eigene Situation entscheidet

Ich will das einmal anhand unserer eigenen Erfahrung schildern. Wir sind eine Familie mit vielen Kindern und waren deshalb auch immer mit vielen Kindern im Urlaub. Und wenn du im Hochsommer mit Kindern in den Urlaub fährst, weißt du, dass das ganz schön teuer werden kann.

Dazu kommen die Frühjahrs- und Herbstferien und manchmal auch noch der Winterurlaub. Den kann man natürlich nicht unbedingt auf einer Yacht verbringen, aber man kann die Yacht in ein Revier legen, in dem man möglichst viel Zeit auf dem Schiff verbringen kann.

Wenn ich mir nun anschaue, was wir durchschnittlich für Urlaube ausgeben würden, und dieses Geld in das eigene Schiff investiere, kann ich die Sache natürlich aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.

Dann geht es nicht mehr darum, ob die Yacht eine finanzielle Rendite erwirtschaftet, sondern welchen persönlichen Gegenwert sie mir liefert.

Die laufenden Kosten einer Yacht

Selbst bei einem vergleichsweise teuren Urlaub kommen allerdings schnell nur die Liegeplatz- und Versicherungskosten sowie die jährlichen Unterhaltskosten zusammen.

Wenn ich beispielsweise 10.000 Euro im Jahr für besonders teure Urlaube ausgeben würde, reicht das unter Umständen gerade einmal aus, um eine Yacht vernünftig zu unterhalten.

Natürlich hängt das alles von der persönlichen Situation, der Größe des Schiffes, dem Liegeplatz, dem Revier und den gewählten Versicherungen ab. Aber ein paar grundsätzliche Randbedingungen kann man durchaus nennen.

Wer ist der Richtige, um eine Yacht zu besitzen?

Und damit kommen wir zu einer anderen Frage, die für mich eigentlich viel wichtiger ist: Wer ist überhaupt der Richtige, um eine Yacht zu besitzen?

Für mich ist das zunächst einmal jemand, der möglichst viel von den später anfallenden Arbeiten selbst erledigen kann.

Denn sobald du Arbeitskräfte bezahlen musst, die dein Schiff warten, pflegen und instand halten, wird es schnell besonders teuer.

Allerdings muss man diese Arbeiten natürlich auch gerne machen. Denn wenn du nach einem Jahr keine Lust mehr darauf hast, wirst du die ganze Sache irgendwann nur noch als Belastung empfinden.

Selbst arbeiten oder Arbeiten vergeben?

Auch hier gibt es natürlich unterschiedliche Betrachtungsweisen.

Wenn jemand beispielsweise als Chefarzt 300 Euro in der Stunde verdienen kann oder als Unternehmer sogar noch deutlich mehr, dann kann es durchaus sinnvoll sein, lieber in seinem Beruf zu arbeiten und die Servicearbeiten am Schiff einzukaufen.

Bei den meisten Menschen wird es aber ein einigermaßen geregeltes Arbeitsleben geben, das man nicht beliebig ausweiten kann.

Deshalb ist es aus meiner Sicht besonders wichtig, dass man grundsätzlich bereit ist, einen großen Teil der anfallenden Arbeiten selbst zu erledigen. Damit lässt sich schon einmal sehr viel Geld sparen.

Welche Arbeiten kann man nicht selbst erledigen?

Einige Dinge kann man bei einer Yacht allerdings nicht selbst machen.

Dazu gehören beispielsweise das Kranen, bestimmte Transporte oder das Abstellen des Schiffes an Land.

Bei kleineren Schiffen funktioniert manches davon noch im Verein oder in gemeinschaftlich organisierten Anlagen. Im Normalfall ist man als Yachtbesitzer aber auf bestimmte Dienstleistungen angewiesen.

Dazu gehören vor allem drei Dinge:

  • einen Sommerliegeplatz,
  • einen Winterliegeplatz – egal ob im Wasser oder an Land –
  • und die entsprechenden Kranbewegungen und Transporte dazwischen.

Außerdem sollte ein Schiff normalerweise mindestens einmal im Jahr aus dem Wasser geholt werden, um den Unterwasserbereich zu kontrollieren und gegebenenfalls den Unterwasseranstrich zu erneuern.

Das sind Kosten, die sich kaum vermeiden lassen.

Die eigentliche Arbeit am Schiff sollte man dagegen, soweit es möglich ist, selbst erledigen. Denn gerade dort lässt sich viel Geld sparen.

Insbesondere wenn man bedenkt, dass Winterlagerbetriebe und Servicebetriebe natürlich mit ihren Dienstleistungen Geld verdienen müssen und entsprechende Arbeitsstunden berechnen.

Was ist mit den angeblichen zehn Prozent pro Jahr?

Und dann gibt es noch eine Zahl, die immer wieder durch die Welt geistert: Eine Yacht kostet angeblich jedes Jahr etwa zehn Prozent ihres Anschaffungspreises.

Um es gleich von Anfang an zu sagen: So schlimm ist es glücklicherweise bei einer normalen Segelyacht nicht.

Aber natürlich kenne auch ich Schiffe, bei denen diese Rechnung durchaus zutrifft.

Gemeint sind damit vor allem Superyachten, die in extrem teuren Revieren unterwegs sind, bei denen ständig irgendwelche Servicearbeiten an wahnsinnig teuren Maschinen durchgeführt werden müssen und eine Crew 365 Tage im Jahr beschäftigt, ernährt und bezahlt werden muss.

Dazu kommt bei solchen Yachten teilweise noch ein teurer Revierwechsel zwischen Mittelmeer und Karibik.

Da können zehn Prozent des Anschaffungspreises pro Jahr tatsächlich das Minimum sein.

Und wer mit seiner Yacht dauerhaft in Saint-Tropez oder Monaco liegt, wird vermutlich ebenfalls sehr schnell in diesen Bereich kommen.

Die normale Segelyacht

Aber wir reden hier ja vom normalen Segler.

Und für den sieht die Rechnung ganz anders aus.

Bei einer normalen Segelyacht an der Ostsee entstehen die Kosten nicht in erster Linie durch eine riesige Crew oder einen ständigen Revierwechsel, sondern durch Liegeplatz, Versicherung, Winterlager, Kranen, Wartung, Material, Motorservice, Antifouling und natürlich durch die eigene Arbeitszeit.

Deshalb halte ich es für viel sinnvoller, nicht einfach pauschal zu sagen: „Eine Yacht kostet zehn Prozent im Jahr“, sondern sich das eigene Schiff ganz konkret anzuschauen.

Was ist die entscheidende Frage?

Denn letztlich ist die entscheidende Frage nicht:

„Wie viel Rendite bringt mir meine Yacht?“

Die entscheidende Frage ist:

„Was kostet mich meine Yacht pro Jahr – und ist mir das, was ich dafür an Zeit, Freiheit, Urlaub und gemeinsamen Erlebnissen bekomme, dieses Geld wert?“

Und genau dort wird Yachtbesitz für viele Menschen interessant.

Nicht als Geldanlage, sondern als eine Möglichkeit, einen großen Teil seiner Freizeit selbst zu gestalten und aus seinem Geld einen persönlichen Nutzen zu ziehen.

Eine Yacht muss sich finanziell nicht rentieren. Sie muss sich für dich persönlich lohnen.

Wann rechnet sich eine Yacht persönlich?

Und am besten rechnet sich eine Yacht natürlich persönlich dann, wenn man möglichst viel Zeit mit ihr verbringt.

Und damit meine ich nicht nur die Zeit, die man am Schiff arbeitet und irgendwelche Reparaturen erledigt, sondern vor allem die Zeit, die man tatsächlich an Bord seine Freizeit verbringt.

Dabei ist es völlig egal, ob ich am Wochenende segeln gehe oder ob ich das Schiff einfach als schwimmende Ferienwohnung benutze und dort ein paar Tage ausspanne.

Entscheidend ist, dass man aus seinem normalen Alltag herauskommt.

Man muss nicht immer mehrere Wochen am Stück unterwegs sein. Manchmal reicht schon ein Wochenende, an dem man das Schiff betritt, die Leinen losmacht oder einfach nur im Hafen liegt und abschaltet.

Genau darin liegt für mich ein ganz wesentlicher Teil des persönlichen Wertes einer Yacht.

Auch die Anreise zum Schiff gehört in die Rechnung

Natürlich darf man dabei einen Punkt nicht vergessen:

Je weiter der Liegeplatz vom eigenen Zuhause entfernt ist, desto teurer wird der ganze Spaß.

Denn irgendwie muss man ja auch zum Schiff kommen – und das geschieht meistens nicht mit dem Fahrrad.

Fahrtkosten, Bahn, Auto, vielleicht sogar ein Flug: Auch diese Kosten gehören eigentlich in die persönliche Rechnung.

Aber auch diese Kosten kann man bewerten.

Die Urlaubskosten einer Familie

Schauen wir uns einmal die Gesamtsituation einer Familie an, die beispielsweise zwei schulpflichtige Kinder hat.

Eine solche Familie macht im Jahr vielleicht einen größeren Sommerurlaub und zusätzlich noch Kurzurlaube oder Reisen in den Oster-, Pfingst-, Herbst- oder Winterferien.

Da kommt schnell eine ganze Menge Geld zusammen.

Eine vierköpfige Familie kann – je nach Anspruch, Reiseziel und Anzahl der Reisen – durchaus mehrere tausend Euro im Jahr für Urlaube und Reisen ausgeben.

Allein ein Sommerurlaub von zwölf oder dreizehn Tagen kann in den Schulferien schnell 3.500 bis 5.000 Euro kosten, wenn man innerhalb Deutschlands bleibt.

Geht es nach Südeuropa, können daraus auch 6.000 oder 7.000 Euro und mehr werden.

Dazu kommen dann noch die kleineren Reisen und Kurzurlaube während des Jahres.

Und genau hier wird die Yacht interessant

Und genau hier wird die Yacht interessant.

Natürlich muss ich zunächst Geld in die Yacht investieren. Das ist völlig klar.

Und natürlich verursacht das Schiff laufende Kosten, die ich gegenrechnen muss:

  • Liegeplatz,
  • Versicherung,
  • Winterlager,
  • Kranen,
  • Wartung,
  • Reparaturen,
  • Material
  • und vieles mehr.

Aber wenn ich ein Schiff besitze, kann ich eben auch beliebig viel Zeit an Bord verbringen, ohne jedes Mal eine Unterkunft buchen zu müssen.

Ich investiere dann im Wesentlichen noch in die Anreise zum Schiff und in die Kosten, die durch den eigentlichen Yachtbesitz entstehen.

Und je mehr Urlaub ich vorher gemacht habe, desto interessanter kann diese Rechnung werden.

Die Urlaubskosten gegen die Yachtkosten rechnen

Wenn ich beispielsweise ohnehin jedes Jahr 7.000 oder 8.000 Euro für Urlaubsreisen ausgebe und einen großen Teil dieser Urlaube künftig auf meinem eigenen Schiff verbringe, dann kann ich diese Ausgaben zumindest teilweise gegen die laufenden Kosten der Yacht rechnen.

Natürlich wird daraus keine klassische Renditerechnung.

Die Yacht wird dadurch nicht plötzlich zu einer Geldanlage.

Aber sie kann sich für mich persönlich durchaus rechnen.

Und das ist ein wichtiger Unterschied.

Entscheidend ist die tatsächliche Nutzung

Wenn ich eine Yacht nur drei Wochen im Jahr benutze, vielleicht noch 30 oder 40 Tage im Jahr für Wartung und Reparaturen aufbringe und ansonsten nur Kosten produziere, sieht die Rechnung natürlich völlig anders aus.

Wenn ich dagegen jeden freien Freitag nach der Arbeit zum Schiff fahre, dort die Wochenenden verbringe, in den Ferien mit der Familie unterwegs bin und vielleicht sogar einen großen Teil meiner Urlaube an Bord verbringe, dann verteilen sich die jährlichen Kosten auf sehr viele Nutzungstage.

Dann kann man irgendwann tatsächlich fragen:

Was kostet mich mein Urlaubstag auf der eigenen Yacht?

Und genau diese Zahl finde ich viel interessanter als die Frage, ob eine Yacht eine Rendite erwirtschaftet.

Denn wenn ich beispielsweise 10.000 Euro im Jahr für den gesamten Yachtbetrieb ausgebe und 60 oder 80 Tage im Jahr auf meinem Schiff verbringe, sieht das schon ganz anders aus, als wenn ich dieselben 10.000 Euro ausgebe und nur zwei Wochen an Bord bin.

Die Nutzung ist wichtiger als die Größe

Deshalb ist für mich die wichtigste Voraussetzung für einen sinnvollen Yachtbesitz nicht unbedingt ein besonders großes oder besonders teures Schiff.

Es ist die Nutzung.

Die beste Yacht ist nicht die, die am meisten kann, die den größten Motor hat oder die luxuriöseste Ausstattung besitzt.

Die beste Yacht ist die, auf der du tatsächlich viel Zeit verbringst.

Die wichtigste Frage vor dem Kauf

Und deshalb würde ich jedem, der über den Kauf einer Yacht nachdenkt, zunächst eine ganz andere Frage stellen:

Wie viel Zeit werde ich tatsächlich auf diesem Schiff verbringen?

Denn wenn die Antwort lautet: drei Wochen im Jahr, dann sollte man sehr genau rechnen.

Wenn die Antwort dagegen lautet: jedes Wochenende, viele Ferien und vielleicht noch ein paar spontane Tage zwischendurch, dann kann sich die Sache plötzlich ganz anders darstellen.

Dann kauft man nämlich nicht einfach ein Boot.

Man kauft sich Zeit, Freiheit und die Möglichkeit, jederzeit aus dem normalen Alltag auszusteigen.

Und genau das ist letztlich der Punkt, an dem sich eine Yacht persönlich rechnen kann.

Ob und wie das bei der jeweils eigenen persönlichen Situation der Fall sein kann, können wir gerne in einem Gespräch klären. Einfach hier einen Termin vereinbaren:

Thomas Logisch advises you personally. Request your guidance here. Privacy Policy +

X